Waldsassen, Basilika

Restaurierung der Ausstattung im Langhaus

Die Stiftsbasilika Waldsassen ist eine der bedeutendsten Barockkirchen Bayerns. Sie wurde in ihrer heutigen Form von 1685 bis 1704 als Abteikirche des Klosters Waldsassen erbaut. Georg Dientzenhofer, Abraham Leuthner und Bernhard Schießer sind als Baumeister belegt; an der Ausstattung war der Stuckateur Giovanni Battista Carlone sowie 1725 der Künstler Jacopo Appiani mit Entwürfen für 4 Altäre beteiligt. Die Restaurierungsarbeiten bezogen sich auf die großformatigen, hölzernen, gefassten Ausstattungsteile im 3. Bauabschnitt. Zur Ausstattung zählen das Orgelprospekt, die Altäre der Seitenkapellen des Langhauses und die gewaltigen Altäre in den Querhäusern sowie die beiden Wandschreine an den östlichen Querhauswänden, die Kanzel und die Apostelkreuze im Langhaus. Die Arbeiten umfassten neben einer mehrstufigen Reinigung aller Oberflächen die Fassungs- und Holzfestigung sowie die Kittung und Retusche von Fehlstellen. Gelockerte Holzverbindungen wurden instandgesetzt und demontierte Objekte wiederbefestigt. Fehlendes Schnitzwerk wurde holzbildhauerisch ergänzt und neu gefasst. Fehlstellen in der Vergoldung wurden retuschiert oder in Polimentglanzgoldtechnik vergoldet. Besonderes Augenmerk lag auf der Konservierung und Restauierung der stark geschädigten Polierweißfassung.

Aussenansicht der Basilika

Benediktaltar nach abgeschlossener Restaurierung

Orgel, Gesims, aufstehende Fassung, Vorzustand

Magdalenenaltar, rechter Engel, Vorzustand mit Fassungsablösungen

der gleiche Ausschnitt nach der Retusche (Endzustand)

Michaelsaltar, Schrienfuß, zerstörte Holzsubstanz

Holzbildhauerische Ergänzung des Schreinfußes

Neufassung des Schreinfußes in Polimentglanzgoldtechnik