München, Schloss Nymphenburg, Südl. Galerie

Restaurierung der Wandvertäfelung

Schloss Nymphenburg zählt zu den großen Königsschlössern Europas und ist eine vielbesuchte Sehenswürdigkeit. Der Mitteltrakt des Schlosses wurde von 1664 bis 1675 erbaut; im 17. und 18. Jahrhundert wurde das Schloss seitlich um Galerien und Pavillons erweitert. Die südliche Galerie, ab 1701 unter Kurfürst Max Emanuel errichtet, verbindet den Mittelbau mit dem südlichen Pavillon. Der Innenraum ist mit einer weiß-gold-gefassten Holzvertäfelung sowie Leinwandgemälden in geschnitzten, vergoldeten Rahmen ausgestattet. Sie zeigen Wittelsbacher Schloss- und Parkanlagen.
Auf dem hölzernen Träger liegen zwei Fassungen übereinander, wovon die Sichtfassung aus den 1960er Jahren stammt. Diese war durch Staubablagerungen und Fingerabdrücke, Beriebe etc. stark verschmutzt. Hinzu kamen Wasserschäden an den Vertäfelungen der Fensternischen. Die Vergoldung von Profilstäben und Gemälderahmen war stellenweise durch Altretuschen und Überzüge ästhetisch beeinträchtigt.

Die Restaurierungsmaßnahmen umfassten eine sorgfältige Reinigung und Konservierung der Oberflächen. Hierzu wurden alle Oberflächen differenziert trocken gereinigt. Deutlich verschmutzte Bereiche konnten mechanisch abrasiv bzw. chemisch gereinigt werden. Gelockerte Fassung und Vergoldung wurde gefestigt, Fehlstellen gekittet und der Umgebung entsprechend retuschiert bzw. vergoldet. Neue Holzergänzungen wurden nach Befund neu gefasst.

 

Wandvertäfelung, Sockelzone, Weißfassung mit vergoldeten Profilstäben

Wandvertäfelung, Weißfassung mit vergoldeten Profilstäben, Vorzustand mit zahlreichen Schäden

Der gleiche Ausschnitt im Endzustand nach Reinigung, Festigung, Kittung und Retusche

Aufnahme während der Reinigung - rechte Hälfte trocken gereinigt

Decke, während der Trockenreinigung