Eichenzell, Schloss Fasanerie, Kaisertreppe

Restaurierung der Raumschale und des Deckengemäldes

Ehemals als kleines Landschlösschen von Fürstabt von Schleifraß 1710 errichtet, wurde die Anlage bereits 1730 erweitert und ab 1739 in eine repräsentative Sommerresidenz integriert und Schloss Fasanerie genannt. Die repräsentative Schlossanlage mit prachtvollem Barockpark wurde 1750 fertiggestellt.

Das Treppenhaus Kaisertreppe wir über das Vestibül erschlossen und präsentiert sich mit stuckierten Wand- und Deckenflächen, Stuckbüsten und -vasen sowie mittig mit einem Deckengemälde des Malers Emanuel Wohlhaupter. Die Secco-Temperamalerei, Öl mit Harzzusatz auf Kalkputz, stellt die vier damals bekannten Kontinente dar.

Die Maßnahmen umfassten an den Wand- und Deckenflächen Reinigungsarbeiten, die Abnahme der Sichtfassung (Leimfarbe), Putz- und Stuckkonsolidierung mittels Hinterfüllen mit mineralischen Injektionsmassen, Putz- und Stuckergänzung, Kittung und Neufassung mit Leimfarbe nach Befund.
Das Deckengemälde wurde trocken gereinigt, Altretuschen und störende Überzüge reduziert, der Putzträger hinterfüllt, sowie Fehlstellen gekittet und retuschiert.

Deckengemälde, Allegorie Europas, Vorzustand mit Fassungsablösungen

Deckengemälde, Allegorie Europas, Endzustand

Deckenstuck, Vorzustand, Putzfehlstelle

Deckenstuck, Zwischenzustand nach Schließen der Putzfehlstelle mit grobem Kalkmörtel

Deckenstuck, Zwischenzustand, nach Schließen der Fehlstelle mit feinem Kalkmörtel

Deckenstuck, Rocaille im Vorzustand mit Rissen und Stuckablösungen

Deckenstuck, Rocaille, Endzustand nach der Neufassung

Deckenstuck, Rocaille, Vorzustand

Deckenstuck, Rocaille, Endzustand nach der Neufassung